Die zweite Mannschaft der HSV Rhein-Nette empfing den TV Bad Ems und zeigte dabei eine in vielerlei Hinsicht überzeugende Leistung. In einer Partie, die sportlich wie auch atmosphärisch einiges zu bieten hatte, präsentierten sich die Gastgeber von Beginn an fokussiert und deutlich stabiler als noch in der Vorwoche. Nach einer kontrollierten ersten Halbzeit setzte sich die HSV Rhein-Nette II im zweiten Durchgang konsequent ab und belohnte sich am Ende mit einem verdienten 28:20 Heimsieg.
Für einen besonderen Rahmen sorgte der Besuch des amtierenden Andernacher Karnevalsprinzenpaares. Seine Tollität Prinz Carsten I., Prinz von Feuer zu Flamme, und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Daniela I., die kleine Klaus aus dem Umbeshaus, waren gemeinsam mit ihrem Hofstaat zu Gast in der Halle und verfolgten das Spiel von den Rängen. Den symbolischen Anwurf übernahm standesgemäß der Hofnarr – und zugleich Spieler der ersten Mannschaft – Johannes Umscheid, der damit Karneval und Handball auf besondere Weise miteinander verband.
Sportlich zeigte die HSV Rhein-Nette II genau die erhoffte Reaktion auf die desaströse zweite Halbzeit der vergangenen Woche. Vor allem die Abwehrarbeit war deutlich verbessert: kompakt, aufmerksam und mit guter Abstimmung. Die Zusammenarbeit zwischen Abwehr und Torhüter funktionierte über weite Strecken hervorragend, wodurch Bad Ems nur selten zu klaren Torchancen kam. Ballgewinne wurden konsequent genutzt und sorgten für einfache Tore im Umschaltspiel.
Auch im Positionsangriff agierte die Mannschaft geduldig und konzentriert. Mit zunehmender Spieldauer wurde der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut, ohne dabei die Struktur im Spiel zu verlieren. Spätestens Mitte der zweiten Halbzeit war erkennbar, dass die Partie klar in Richtung der HSV Rhein-Nette II lief.
Dass diese Leistung kein Zufall war, zeigte der mannschaftliche Auftritt über die gesamte Spielzeit hinweg. Die kritischen Worte von Spielertrainer Thomas Schulz unter der Woche hatten offensichtlich Wirkung gezeigt. Einsatz, Kommunikation und defensive Disziplin passten, sodass der Heimsieg am Ende nicht nur verdient, sondern auch ein wichtiges Zeichen für die kommenden Aufgaben war.
